Bisquitbrand

Bisquitbrand

Das Trocknen der Scherben

Die geprägten Platten wurden in Trockenräumen in der Nähe der Brennöfen deponiert, bis das mechanisch gebundene Wasser verflüchtigt war; danach wurden die Scherben entweder übereinander zu kleinen Türmen gestapelt oder in Kassetten aus Schamotte eingesetzt, um durch die Distanz voneinander von allen Seiten gleichmäßig der Hitze ausgesetzt zu sein.

Die Physik des Brandes

Im Brennvorgang des Biskuit- oder auch Schrühbrandes wurden bei etwa 1100 Grad Celsius die Silikate und hydratisierten Massen geschmolzen, d. h. in wasserfreie Stoffe umgesetzt. Bei diesem Vorgang erhärtet sich die Masse und gewinnt durch die schmelzbaren Bestandteile ein glasartiges, poröses und festes Gefüge.

Bei dem mit Unterbrechung arbeitenden Ofen handelt es sich um die älteste Feuerungsform, von der zwei Varianten entwickelt wurden: Bei dem einen Typ strich die Flamme horizontal, bei dem anderen vertikal durch den Brennraum.

Der Kanal- oder Tunnelofen

Während sich bei dem nachfolgend entwickelten Rund- und dem Kammerofen das Feuer bewegte, also unter der zu brennenden Ware vorbeizog, konnte gegen Anfang des 20. Jahrhunderts wiederum ein neues Prinzip entwickelt und eingesetzt werden. Im Kanal- oder Tunnelofen bleibt die Feuerung auf der Stelle, und die Ware durchläuft auf Schleppkatzen, das sind in Schienen gelagerte Wagen, langsam die erhitzte schlauchförmige Kammer.

Der Tunnelofen wurde im Zuge der Elektrifizierung der Werksanlagen über Strom betrieben, indem man Spiralen aus besonderen Metallegierungen in Schamotteführungen zum Glühen brachte, um die für den Brand notwendige Hitze zu erzeugen. Im vorderen und hinteren Tunnelbereich konnten die Waren vorwärmen bzw. abkühlen.

Der Tunnelofen ist die noch heute gebräuchliche Form, Wandplatten zu brennen, wobei für den Biskuit- und für den nachfolgenden Glattbrand zwei unterschiedliche Temperaturen gefahren werden.

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