Steuler Industriewerke GmbH, Tonwerk Mühlacker GmbH, Wandplatten und Hartsteingutfabrik, vormals Süddeutsche Tonholzwerke GmbH

Mühlacker bei Pforzheim

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Steuler

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Nachdem der 14jährige Georg Steuler im Jahre 1892 die kaufmännische Lehre in der Boeingschen Fabrik feuer- und säurefester Produkte in Nauheim aufgenommen hatte, kündigte er mit dem Ende seiner Ausbildung und seiner Karriere die Position als ständiger Stellvertreter des Hauptkassieres am 1. April des Jahres 1901 und trat in das Unternehmen Stella-Werke AG vormals Wilisch & Co. ein.

Als Prokurist dieses Betriebes für feuerfeste Steine knüpfte Steuler ab dem 1. Juli 1905 geschäftliche Verbindungen zu Chemikern und bemühte sich um Informationen über Technologien, die in Verbindung mit der Verwendung von keramischen Produkten standen.

Im Juni des Jahres 1908 gründeten Georg Steuler und sein Schwager Josef Gillig aus Valendar mit einem Kapital von 20 000 M die Steuler & Co. GmbH in Grenzhausen bei Koblenz. Das Werk produzierte säure- und hitzebeständige keramische Erzeugnisse für die Großchemie und spezialisierte sich auf Bauelemente zur Errichtung von Reaktionstürmen, Hochöfen und Zellulosekochern.

Parallel zu dieser Fabrikanlage in Grenzhausen gründeten die Gesellschafter zusammen mit Richard Schwab, Josef Masson und Otto Zimmer eine Betriebsfirma unter der Bezeichnung "Industrie Fabrik feuerfester und säurefester Fabrikate GmbH".

Während zahlreiche keramische Unternehmen mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges starke Absatzprobleme hatten, expandierten die Betriebe von Georg Steuler aufgrund ihrer speziellen Produkte, auf die die chemische Industrie gründlich angewiesen war.

Ab 1914 wurden fünf ton- und schamottverarbeitende Betriebe dem Stammwerk angegliedert, worunter sich auch das Unternehmen "Süddeutsche Tonholzwerke GmbH" in Mühlacker bei Pforzheim befand.

In Mühlacker wurden neben der Produktion säurefester Industriefliesen auch Anlagen für die Herstellung normaler glasierter Wandplatten eingebaut.

Die Umrüstung auf Friedensproduktion in der Nachkriegszeit führte im Werk Mühlacker wieder zur Aufnahme der Fliesenherstellung, zu der, aufgrund des bestehenden Bedarfs, Haushaltsgeschirr kam. Bis zum Jahr 1926 zeichnete der Betrieb seine Produkte noch mit dem alten Firmensignet, bis dieses eindeutig mit dem Namen der Steulerindustrie in Verbindung gebracht wurde.

Erst im Jahr 1935 wurde der Beschluß gefäßt, alle Einzelfirmen der Steuler-Gruppe unter dem Namen "Steuler Industriewerke GmbH" zusammenzufassen, was die Streichung des Tonwerks Mühlacker aus dem Handelsregister zur Folge hatte.

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