Grohner Wandplattenfabrik AG

Grohn, heute Ortsteil von Bremen

Mit einem Aktienkapital von 100 000 M in tausend Aktien zu 1000 M gründeten Vegesacker und Bremer Geschäftsleute am 11. Januar 1906 die Grohner Wandplattenfabrik bei Bremen.

Das Ziel der Gesellschaft lag darin, im wesentlichen die Fabrikation und den Verkauf von Steingut, Wand- und Fußbodenplatten zu betreiben.

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Grohn

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Zu diesem Zweck wurde eine Fabrikanlage in Schönebeck, an der Bremen-Vegesacker-Eisenbahn errichtet, die den Betrieb im Herbst des Jahres 1907 aufnahm.

Bereits das Gründungsjahr schloß mit einem Verlust ab, der sich 1908 auf 180 000 M erhöhte. Nach einer ausgleichenden Zuzahlung auf die Aktien bis zum Jahr 1910, ergab sich jedoch ein Defizit, das auf zirka 130 000 Mark anlief.

Um diesen Betrag aufzufangen, mußte das Aktienkapital auf der Gesellschafterversammlung vom 11. Oktober 1910 durch eine Zusammenlegung der Aktien von einer Million auf 500 000 M herabgesetzt werden.

Im gleichen Jahr ließ die Unternehmensführung die Fabrik um einen Dampfkessel und eine Pulverisierungsanlage für die Rohstoffe erweitern; um eine zusätzliche Steigerung der Produktion zu erreichen, wurde im Jahr 1912 der Biskuitofen vergrößert, und man entschloß sich im Folgejahr zum Bau einer zusätzlichen Ofenanlage.

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Im Geschäftsjahr 1919 erwarb die nahe gelegene Actiengesellschaft Norddeutsche Steingutfabrik Grohn einen Aktienanteil eines Unternehmens, das 1920 völlig in ihren Besitz überging.

Unter der neuen Führung konnte bis zum Jahr 1927 die wirtschaftliche Situation des Unternehmens verbessert werden, wobei der gute Absatz in das Ausland die Lage wesentlich beeinflußte. Infolge dieses Aufschwungs wurde 1930 eine neuentwickelte Tunnelofenanlage für den Biskuitbrand der Fliesenscherben in Betrieb genommen.

Nach dieser Investition mußte aufgrund der allgemein absinkenden Preise, die unmittelbar mit dem Sturz des englischen Pfundes zusammenhingen, das Werk vom 18.1. bis zum 15.10.1932 stillgelegt werden.

Erst im Jahr 1933 war die Vollbeschäftigung wieder erreicht, da sich die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung auch auf dem Baumarkt auswirkten. Nach dem Zweiten Weltkrieg, und zwar am 1. Januar 1958, wurde das Unternehmen ebenso wie die Steingutfabrik Witteburg und die Bremer Wandplattenfabrik von der alleinigen Gesellschafterin Norddeutsche Steingutfabrik Grohn übernommen.

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