Siebdruck

Der Siebdruck bedient sich des gleichen Prinzips wie die Schablonierung. Auch hierbei wird die mit Firnis streichfähig gemachte Glasurfarbe über eine Schablone gezogen und dringt durch die Lücken auf den Scherben. Der Siebdruck jedoch verwendet keine ausgeschnittene Metallfolie, sondern ein feinmaschiges Sieb aus Kupfergaze oder Seide (mit Erfindung der Kunststoffe setzten sich die strapazierfähigen Nylonsiebe durch).

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Tonwerk Offstein

Ernst Teichert Meißen

Tonwerk Offstein

Dieses Gewebe wurde mit einer lichtempfindlichen Schicht überzogen, dann schnitt man das Motiv aus lichtundurchlässigen Schablonen oder zeichnete es mit deckender schwarzer Farbe auf transparente Folien, um es dann auf das beschichtete Sieb zu legen und unter einer Quarzbogenlampe in die Beschichtung einzubrennen.

Anschließend wusch man das Sieb aus, wobei alle unbelichteten Partien der Schicht abgelöst wurden. Nach einer Fixierung der im Sieb bestehenden Masse wurde diese gegen Feuchtigkeit und Belastung unempfindlich.

Die Druckfarbe wurde in das Sieb gegeben und mit dem Rakel über den darunterliegenden Tonscherben gezogen. An allen unbeschichteten Stellen kann auf diese Weise die Farbe auf den Scherben dringen und das Motiv übertragen.

Den Siebdruck erkennt man an der feinen punktförmigen Gazestruktur, die die Oberfläche des bedruckten Scherbens überzieht.

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