Schlicker

Die Schlickertechnik war neben der Handmalerei das aufwendigste Verfahren zur Dekorierung von Wandfliesen. Hierbei wurde der gereinigte und eingefärbte Ton zu einer dünnflüssigen Masse aufgeschlemmt, die man auch Engobe nennt.

Mittels einer Schlickerbüchse oder einem Malhorn mit dünnem Ausfluß trug man einen kleinen Wulst derart auf den glatten Scherben auf, daß durch die Linienführung ein Umriß des Motivs entstand. Um die Form des Musters einzuhalten, wurden Vorzeichnungen oder gepauste Umrisse auf den Scherben aufgebracht.

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Osterather ...

NSTG

Wessel, Bonn

Der angetrocknete Schlicker bildete wie bei dem Fadenreliefdekor Stege, zwischen die mit dem Pinsel farbige Glasuren eingelegt wurden. Die Schlickertechnik (zumeist Fadenschlicker, aber auch als Engobenmalerei bekannt) wurde bei den deutschen Wandfliesenherstellern, im Gegensatz zur englischen oder zur belgischen Konkurrenz selten angewandt.

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Wessel, Bonn

Wessel, Bonn

V&B/Dresden

Während in Belgien vorwiegend die Firma Hasselt mit der Gestaltungstechnik des Fadenschlickers arbeitete und in England neben dem Typus des Fliesenbildes insbesondere schmale Streifen in dieser Technik hergestellt wurden, finden sich nur wenige Exemplare von deutschen Firmen.

Auch aus diesem Grunde zählen die geschlickerten Dekore zu den begehrtesten Fliesen.

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